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Du hast nicht nur eine Persönlichkeit. Du hast viele.

  • Autorenbild: Alex Labont
    Alex Labont
  • vor 17 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Klingt verrückt, oder ?

Dann beantworte dir eine Frage:

Wer spricht eigentlich in dir, wenn du morgens beschließt, endlich Sport zu machen – und abends doch auf dem Sofa landest?

Wer ist der Teil, der sich nach Nähe sehnt, während ein anderer Teil sofort auf Abstand geht?

Wer ist der Teil, der von Veränderung träumt, während ein anderer flüstert:

„Bleib lieber, wo du bist. Das ist sicherer.“

Wenn du ehrlich hinschaust, wirst du feststellen:

Du bestehst nicht aus einer einzigen inneren Stimme.

Du bestehst aus vielen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen.

Und genau diese Erkenntnis hat die Psychotherapie in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert.

Die überraschende Wahrheit über unsere Psyche

Viele Menschen stellen sich Persönlichkeit wie einen festen Kern vor.

Etwas Einheitliches.

Etwas Stabiles.

Doch die Erfahrung zeigt etwas anderes.

Mal bist du mutig.

Mal ängstlich.

Mal selbstbewusst.

Mal voller Zweifel.

Mal liebevoll.

Mal kritisch.

Mal entschlossen.

Mal blockiert.

Die Frage lautet also nicht:

„Welcher davon bin wirklich ich?“

Sondern:

„Wie können all diese Seiten gleichzeitig in mir existieren?“


Der Ursprung der Persönlichkeitsanteile

Die Idee verschiedener innerer Anteile ist keineswegs neu.

Bereits Sigmund Freud beschrieb innere Konflikte zwischen unterschiedlichen psychischen Kräften.

Carl Gustav Jung sprach von autonomen Komplexen, die ein Eigenleben entwickeln können.

Später entstand die Transaktionsanalyse von Eric Berne mit dem bekannten Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich und Kind-Ich.

In den 1970er Jahren entwickelten John und Helen Watkins die sogenannte Ego-State-Therapie.

Heute gehört das Modell des Internal Family Systems (IFS) von Richard Schwartz zu den bekanntesten Ansätzen.

Obwohl die Modelle unterschiedliche Namen verwenden, kommen sie alle zu einer ähnlichen Erkenntnis:

Die menschliche Psyche besteht aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen.

Jeder Anteil hat eine Aufgabe

Hier wird es spannend.

Die meisten Menschen führen Krieg gegen bestimmte Seiten ihrer Persönlichkeit.

Gegen ihre Angst.

Gegen ihre Unsicherheit.

Gegen ihren inneren Kritiker.

Gegen ihre Wut.

Doch was wäre, wenn diese Anteile gar nicht deine Feinde sind?

Was wäre, wenn sie ursprünglich entstanden sind, um dich zu schützen?

Der innere Kritiker möchte vielleicht verhindern, dass du Fehler machst.

Der ängstliche Anteil möchte dich vor Enttäuschungen bewahren.

Der kontrollierende Anteil sorgt für Sicherheit.

Der wütende Anteil schützt deine Grenzen.

Selbst Verhaltensweisen, die heute belastend erscheinen, hatten oft einmal einen guten Grund.


Wie entstehen Persönlichkeitsanteile?

Besonders in der Kindheit lernt unser Gehirn, wie die Welt funktioniert.

Manche Kinder lernen:

„Sei stark.“

Andere lernen:

„Mach keine Fehler.“

Wieder andere lernen:

„Pass dich an, damit du geliebt wirst.“

Aus diesen Erfahrungen entwickeln sich innere Strategien.

Mit der Zeit werden daraus Persönlichkeitsanteile, die bestimmte Aufgaben übernehmen.

Das Problem:

Viele dieser Strategien arbeiten Jahrzehnte später noch immer nach den Regeln eines Kindes.

Obwohl dein Leben längst ein anderes geworden ist.

Warum Hypnose dabei so hilfreich sein kann

Im Alltag hören wir oft nur das Ergebnis innerer Konflikte:

Zweifel.

Blockaden.

Ängste.

Innere Unruhe.

In der Hypnose wird es möglich, hinter diese Symptome zu schauen.

Viele Menschen erleben zum ersten Mal bewusst, welche Anteile in ihnen aktiv sind.

Sie entdecken:

  • Welche Aufgabe dieser Anteil hat

  • Wann er entstanden ist

  • Wovor er schützen möchte

  • Was er heute braucht

  • Welche neue Rolle er übernehmen könnte

Oft zeigt sich dabei etwas Überraschendes:

Der Anteil, den du am meisten ablehnst, trägt häufig die wichtigste Botschaft in sich.


Heilung bedeutet nicht, Anteile loszuwerden

Einer der größten Irrtümer lautet:

„Ich muss diesen Teil von mir wegmachen.“

Doch echte Veränderung entsteht selten durch Kampf.

Sie entsteht durch Verstehen.

Durch Zuhören.

Durch Integration.

Denn psychische Gesundheit bedeutet nicht, nur noch aus positiven Anteilen zu bestehen.

Psychische Gesundheit bedeutet, dass deine inneren Anteile miteinander arbeiten statt gegeneinander.

Welche Anteile leben in dir?

Vielleicht kennst du bereits einige davon.

Den Perfektionisten.

Den Antreiber.

Den Kritiker.

Den Beschützer.

Den Träumer.

Das verletzte Kind.

Den mutigen Entdecker.

Die spannende Frage ist:

Welcher Anteil liest gerade diese Zeilen?

Und welcher Anteil hat vielleicht schon längst beschlossen, dass es Zeit ist, ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken?


…sie denken sich bestimmt jetzt kommt die Werbung … aber was würde es über mich aussagen, wenn ich einfach Informationen liefere ? Informationen finden wir überall, aber was ich mit diese Informationen mache, und wie du von deine inneren Anteile profitieren kannst, dass ist dass Mehrwert denn ich für diese Welt bringen möchte, und da kann ich dich unterstützen.


Dein Weg zu mehr Klarheit

In meiner Praxis begleite ich Menschen dabei, ihre inneren Anteile besser kennenzulernen, innere Konflikte zu verstehen und neue Wege im Umgang mit sich selbst zu entdecken.

Denn häufig beginnt Veränderung genau dort, wo wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen – und anfangen, uns selbst wirklich zuzuhören.

Klarheit. Bewusstsein. Veränderung.




 
 
 

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